Das macht unsere Kita aus!
In unserer Tageseinrichtung orientieren wir uns an den Bildungsgrundsätzen NRW und am Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Die Grundsätze unserer Arbeit sind in unserer Konzeption und unserem Qualitätsmanagementhandbuch festgelegt.
Neben den Bildungsgrundsätzen und dem KiBiz, hat der Situationsorientierte Ansatz einen sehr großen Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit. Die Fachkräfte greifen Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke der Kinder auf und entwickeln daraus gemeinsam mit den Kindern Ziele und Projekte. Dadurch werden die Kinder in ihrer Neugier und ihrem Forscherdrang, die Umwelt zu entdecken, unterstützt und die Interessen und Bedürfnisse der Kinder werden von den Fachkräften respektiert und in der täglichen Arbeit aufgegriffen.
Als katholische Einrichtung orientieren wir uns an den Werten und Leitlinien des christlichen Menschenbildes. Somit gehört es auch zu unserer Arbeit, den Kindern den christlichen Glauben näher zu bringen. Dies beinhaltet:
- regelmäßige Gottesdienste zu den christlichen Festen, teilweise mit Unterstützung durch unseren Seelsorger
- Besuche der Amandus Kirche
- gemeinsames Beten, auch vor den Mahlzeiten
- Geschichten, Lieder und christliche Feste, die den Glauben für die Kinder erlebbar machen (z.B. Weihnachten, Ostern, Erntedank)
- christliche Symbole in der Einrichtung, wie Lebenskerzen, Kreuze, Kinderbibel, Bilderbücher mit christlichen Geschichten
Die Kindertageseinrichtung St. Antonius bildet zusammen mit der Kindertageseinrichtung St. Amandus ein Familienzentrum. Unser Familienzentrum bietet eine wohnortnahe Anlaufstelle für zusätzliche familienergänzende Angebote, die sich an Familien aus dem Stadtgebiet richten und gewährleistet durch eine gute sozialräumliche Vernetzung, eine wichtige Institution zur Gewährleistung von Bildungs- und Beteiligungsprozessen. Wir bieten umfassende Angebote im Bereich Beratung und Unterstützung, Familienbildung und Erziehungspartnerschaft und Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Hierzu gehört:
- Spieltreff
- Baby Café
- Elternabende zu unterschiedlichen pädagogischen Themen
- Tag der offenen Tür
- Erst- und Verweisberatung
- Informationsmaterial zu verschiedenen Themen
Wir arbeiten mit unterschiedlichen Kooperationspartnern und Fachstellen zusammen, um ein breitgefächertes Angebot anbieten zu können, diese Angebote werden ständig evaluiert, um sich an die Bedürfnisse des Einzugsgebiets anzupassen und werden von externer Stelle rezertifiziert.
In unserer Einrichtung betreuen wir 75 Kinder in vier Gruppen:
- Raupen: 10 Kinder im Alter von 4 Monate bis 3 Jahre
- Schmetterlinge: 25 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahre
- Igel: 20 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahre
- Bären: 20 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahre
Die Kita verfügt über helle und freundliche Räume, die den Kindern viel Platz zum Spielen und Lernen bieten. Das großzügige Raumangebot innen und außen regt zu unterschiedlichsten Aktivitäten an und ist für alle Kinder entsprechend ihrem Alter und Entwicklungstands zu nutzen.
Die verschiedenen Angebote finden regelmäßig auch gruppenübergreifend statt, so dass immer alle Kinder die Möglichkeit haben, an Aktionen teilzunehmen. Ein fester Bestandteil ist unser Maxi-Club, der aus den Vorschulkindern aller Gruppen besteht und sich ein Jahr lang mit einem durch die Kinder selbstgewählten Thema beschäftigt und so u.a. auch gezielt auf die Schule vorbereiten soll.
In der Kita St. Antonius haben die Kinder in vielen Dingen ein Mitspracherecht. So gestalten beispielsweise die Kinder aller Gruppen, im Wechsel regelmäßig unseren Speiseplan mit. Aber auch im Alltag ist bei uns gelebte Partizipation an vielen Stellen sichtbar, zum Beispiel:
- durch An- und Abmeldesysteme in den Gruppen, anhand von magnetischen Zeichen, machen die Kinder sichtbar, für welchen Spielbereich sie sich entschieden haben. Diese sind vielfältig und beziehen sich sowohl auf die Räumlichkeiten innen wie außen (z.B. die Außengelände, Flur/Halle mit Spielbereichen und Bilderbuchecke, aber auch die Möglichkeit, in den anderen Gruppen zu spielen.
- bei kleineren Anschaffungswünschen für die Gruppe, dürfen die Kinder ihre Ideen und Vorschläge in kleinen Kinderkonferenzen mitteilen
- in einer jährlichen Kinderbefragung werden die Kinder zur Zufriedenheit interviewt und dürfen auch dort offen benennen, wenn sie etwas stört. So lernen sie bereits früh ihre Meinung zu äußern und das diese gehört und geschätzt wird.
Unser Frühstück und Mittagessen
In der Kita St. Antonius wird täglich frisch gekocht. Das Kochen übernimmt eine Hauswirtschaftskraft, die auch mit dem Einkauf der Lebensmittel beauftragt ist. Bei der Speiseplangestaltung halten wir uns an die Vorgaben der DGE- Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder. Der Speiseplan wird individuell an die Altersstruktur der jeweiligen Kinder angepasst.
Das Interesse auch an unbekannten Lebensmitteln, soll geweckt werden, um die Essgewohnheiten im gesundheitsfördernden Sinn auszuweiten. Kinder werden durch die pädagogischen Fachkräfte stetig ermutigt, neue Speisen und unbekannte Lebensmittel zu probieren. Die Entscheidung ob probiert werden möchte und wenn ja wie viel, liegt jedoch beim einzelnen Kind. Das Miteinander am Tisch motiviert oft noch zusätzlich dazu auszuprobieren, was schmeckt und was nicht schmeckt.
Uns ist es auch in diesem Bereich wichtig, die Kinder miteinzubeziehen (siehe Punkt Partizipation). So dürfen die Kinder selbst entscheiden, welche Lebensmittel und auch wie viel sie essen möchten.
Die gemeinsame Mahlzeit in der Kita ist eine pädagogische Aufgabe. Je jünger die Kinder sind, desto mehr Begleitung benötigen sie beim Mittagessen. Immer mal wieder wird in kleinen Angeboten selbstangepflanztes Gemüse, beispielsweise Tomaten, aus unserem Hochbeet gemeinsam mit den Kindern verarbeitet und steht den Kindern als Snack zwischendurch zur Verfügung sowie frisches Obst.
Auch beim Frühstück liegt unser Augenmerk auf einer ausgewogenen Ernährung. Da die Kinder eine Brotdose von zu Hause mitbringen, spielt die Erziehungspartnerschaft eine große Rolle und die Fachkräfte sind regelmäßig im Austausch mit den Eltern.
Ökologische Bildung
Eine Besonderheit unserer Einrichtung ist die unmittelbare Nähe zum Kanal und zur Schleuse. Diese Nähe nutzen wir gerne für Ausflüge und bringen den Kindern somit ein Stück Stadtgeschichte näher.
Durch Ausflüge ins Grüne entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für die Natur und ihre Umwelt. Hautnah erleben sie so beispielsweise den Duft der Pflanzen, die Geräusche der Tiere und Bäume und bilden sich so in diesem Bereich weiter.
Da besonders die Ausflüge in den Wald ein großes pädagogisches Potenzial für diese Erlebnisse bieten, haben wir einmal im Jahr unsere Waldtage. An diesen Tagen verbringen die Kinder aller Gruppen, den Vormittag im Wald. Die Nähe zur Natur und die damit verbundenen Abenteuer -> Überquerung von Bachläufen, die Geräuschkulisse und verschiedene Angebote<- machen diese drei Tage für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis.
Kleine Ausflüge in den nahegelegenen Hötting Park sind genauso fester Bestandteil wie größere Ausflüge zur Feuerwehr Datteln einmal im Jahr.
Unsere Außengelände ist großzügig und teilt sich in zwei Bereiche ein. Es gibt sowohl vor wie auch hinter dem Gebäude die Möglichkeit sich an der frischen Luft zu bewegen und zu spielen. Mit altem Baumbestand liegt die Kita eingebettet in der Natur. Dadurch haben die Kinder die Möglichkeit, die Jahreszeiten mit all ihrer Vielfalt zu entdecken. Regelmäßige Besuche von Eichhörnchen und Hasen gehören genauso dazu, wie das Sammeln von Naturmaterialien wie Eicheln, Kastanien und Blättern hier direkt auf unserem Gelände. Durch die großen Fenster haben die Kinder auch im Flurbereich und in den Gruppen die Möglichkeit die Natur zu beobachten.
Die Eingewöhnungszeit
Die Aufnahme der Kinder in die Kindertageseinrichtung ist eine besondere Zeit für sie und ihre Eltern. Daher schenken wir dieser zeit besondere Aufmerksamkeit. Je nach Alter gestaltet sich diese Phase, was den zeitlichen Umfang betrifft, unterschiedlich lang. Ziel ist in jedem Fall der sichere Beziehungsaufbau zu den Erziehern*innen und der neuen Umgebung. In der Eingewöhnungsphase orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell.
Am Kennlernnachmittag tauschen sich die Erzieher*innen mit den Eltern über das Thema Eingewöhnung aus und vereinbaren Termine zu den Schnuppernachmittagen bei uns in der Einrichtung. Dort können Eltern und Kinder die Räumlichkeiten und die anderen Kinder bei einem ersten Spielkontakt kennenlernen. Dabei berichten die Eltern von der bisherigen Entwicklung des Kindes und von seinen Gewohnheiten, wie z.B. Essverhalten, Schlafgewohnheiten und Vorlieben. Die Wünsche und Ängste werden ebenso thematisiert. Dabei knüpfen Erzieher*innen und Kinder, erste Kontakte und es oft zeigt sich, welche*r Erzieher*in die erste Bezugsperson für das Kind sein wird. Er / Sie wird das Kind und die Eltern während der Eingewöhnungszeit begleiten.
Während des ersten Kontaktaufbaus des Kindes zum*r Erzieher*in in der Kindertageseinrichtung ist die Bezugsperson anwesend, verhält sich jedoch weitestgehend passiv. Er / sie steht dem Kind immer als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung.
Der / die Erzieher*in orientiert sich beim Kontaktaufbau am Verhalten des Kindes.
Nach einem vereinbarten Zeitraum (nach mehreren Kontakten) zieht sich die Bezugsperson mehr und mehr zurück, bleibt jedoch in der Einrichtung. Das Kind wird Schritt für Schritt an den Gruppenalltag und die anderen Kinder gewöhnt. Ist diese Phase erfolgreich abgeschlossen, verlässt die Bezugsperson für einen abgestimmten Zeitraum die Einrichtung, bleibt aber telefonisch erreichbar.
Die Eingewöhnungsphase wird von dem / der Bezugserzieher*in täglich dokumentiert. Die Bezugsperson wird über den Verlauf informiert.Am Ende der Eingewöhnungszeit erhalten die Familien einen Fragebogen zur Reflexion dieser Phase, welcher dann mit den Erziehern*innen besprochen wird.
Bildung und Förderung
Kindertageseinrichtungen haben einen gesetzlich verankerten Bildung- und Erziehungsauftrag. Sie sollen den Kindern vielfältige und bedarfsgerechte Angebote zur altersentsprechenden Entwicklung anbieten.In den unterschiedlichen Gruppenformen, finden alle Bildungsbereiche je nach Alter und Entwicklungstand der Kinder Berücksichtigung. Die Angebote sind entsprechend ausgerichtet und werden stetig angepasst. Kinder mit und ohne Behinderung, werden partizipativ in die Gestaltung des Kindergartenalltags einbezogen. Uns ist es wichtig die Neugierde des Kindes zu wecken, denn Neugierde ist die Voraussetzung für Lernen. Die Aufgabe der Erzieher*innen ist es in diesem Zusammenhang, die individuellen Bedürfnisse der Kinder zu erkennen, zu verstehen und in der pädagogischen Arbeit aufzugreifen. Die Kinder werden von den Erzieherinnen gezielt in ihrer Entwicklung unterstützt. Die Stärken und Ressourcen des Kindes, sowie ihre Lebensrealität bilden hierbei die Basis.
Die Grundlage der pädagogischen Handlungsplanung ist die Bildungs- und Entwicklungsdokumentation. Für die Bildungsdokumentation nutzen wir das Salzburger Beobachtungskonzept (SBK).
Zur Dokumentation der sprachlichen Entwicklung verwenden wir zusätzlich BaSiK.
Die Entwicklungsdokumentation auf Kinderebene erfolgt durch das Portfolio, welche dem Kind am Ende der Kindergartenzeit überreicht wird. Mindestens einmal jährlich wird den Eltern ein Gespräch angeboten, in welchem ein Austausch über den Entwicklungs- und Bildungsstand des Kindes stattfindet.
Inklusion
Inklusion bedeutet für uns: Eine Kita für alle, eine Kita in der Vielfalt erwünscht ist.
Eine Kita, in der unabhängig vom Alter dem Geschlecht, der Religionszugehörigkeit, der sozialen Herkunft, dem Einkommen der Eltern, dem Aufenthaltsstatus, der kognitiven Leistungsfähigkeit, chronischen Erkrankungen und eben auch unabhängig von vorliegenden Behinderungen alle Kinder willkommen sind, ist Ausdruck einer diskriminierungsfreien, demokratischen Gesellschaft.
Im Rahmen der Inklusion steht jedes Kind, mit und ohne Behinderung, mit seiner Individualität, seinen Bedürfnissen und Stärken im Mittelpunkt. Kinder mit Behinderung und / oder Entwicklungsverzögerung(en) erhalten bei uns eine, auf sie abgestimmte, Begleitung. Ziel der Unterstützung für Kinder mit (drohender) Behinderung ist es, die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe an allen Angeboten und am Alltag in der Kita wahrzunehmen. Außerdem wirken wir darauf hin, dass sie, so weit wie möglich, Selbstständigkeit erlangen.
Dies geschieht auf der Basis des Teilhabe- und Förderplanes, den unsere Fachkräfte für jedes Kind mit zusätzlichem Förderbedarf individuell erstellen und fortführen.
Grundvoraussetzung für das Stellen eines Antrages auf Inklusion ist die schriftliche Zustimmung beider Elternteile. Zusammen mit der Bescheinigung eines Arztes, der die vorliegende Entwicklungsverzögerung oder Behinderungsbilder diagnostiziert, einer pädagogischen Stellungnahme und ggf. Berichten von Therapeuten, wird der Antrag beim Landesjugendamt gestellt. Mit Genehmigung des Antrages erhält eine Fachkraft Mehrstunden. Grundsätzlich richtet sich der Auftrag zur Inklusionsarbeit an alle Fachkräfte der Kita. Die Fachkraft für Inklusion berät und unterstütz sie.
Außerdem begleitet sie das Kind und befindet sich kontinuierlich in einem engen Austausch mit den Eltern und Therapeuten des Kindes. Dieser Austausch ist u.a. deshalb so wichtig, da fortlaufend therapeutische und pädagogische Inhalte aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Unterstützungsmaßnahmen für das Kind orientieren sich an seinem bedarf und sind sehr individuell. Sie reichen von einer Begleitung im Gruppenalltag bis hin zur Kleingruppen- oder Einzelarbeit. Als zusätzliche Räume stehen hierfür die Nebenräume der Gruppen, die Turnhalle und unser Außengelände zur Verfügung.
Auf folgendes möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich hinweisen:
Alle Daten und Informationen unterliegen der Schweigepflicht. Sie werden nicht an Dritte weitergetragen, es sei denn die Eltern erteilen uns das schriftliche Einverständnis. Es werden bei Einschulung des Kindes keine Informationen an die Schule übermittelt.
Das letzte Kita-Jahr
Das Spielen mit allen Sinnen ist die beste Basis für eine gute weitere Entwicklung der Kinder. Das Lernbedürfnis der Kinder ist dabei ohnehin so groß, dass sie sich die Welt im Spiel erschließen. Durch das „Antrainieren“ bestimmter Fähigkeiten machen wir die Kinder nicht fitter, sondern “verkürzen“ nur ihre kostbare Zeit, Kind sein zu dürfen. Kinder lernen seit Beginn der Kita-Zeit fürs Leben und somit auch für die Schule. Dennoch beobachten wir, dass unsere Vorschulkinder viel einfordern und dem wollen wir natürlich nachkommen. Wir bieten unseren „Großen“ ein Vorschulkind Projekt an, welches in Kleingruppen und auch Gruppenübergreifend erarbeitet wird. In diesen Projekten findet über einen längeren Zeitraum eine Auseinandersetzung mit einem von den Kindern selbstgewählten Thema statt. Dabei ist nicht in erster Linie das Produkt von Bedeutung, sondern der Weg, wie man dahin gelangt. Projekte fördern die nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Bereichen.
Wir wollen die Kinder ganzheitlich auf ihrem Weg vom Kita-Kind zum Schulkind begleiten und unterstützen. D.h. für uns:
- Weiterentwicklung der Grundkompetenzen wie Konzentration, Ausdauer, Lernfreude, Frustrationstoleranz, Anstrengungsbereitschaft, …
- Verstärkung der Gruppenfähigkeit
- Gezielte Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit aller Sinne
- Sozialverhalten
- Resilienz verstärken
- Selbstständigkeit in Alltagssituationen/ im täglichen Leben
- Anregung von Sprechfreude, Sprachfähigkeit und Sprachgefühl
- Erweiterung des Horizontes durch Exkursionen
- Wecken von Vorfreude auf den bevorstehenden Schulbeginn und Interesse an schulrelevanten Themen
Unsere Projektthemen sind unter anderem:
- Ich bin ich (du bist du) Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, der Gesamtgruppe, mit einem Gegenüber
- Berufe
- Stark wie Pipi Langstrumpf / Mut tut gut > Grenzen setzen, Mut haben Nein zu sagen…
- Theater und Musik
- Fußgängerführerschein
- Experimente
- Tierschutz/ Umwelterziehung
(Änderungen sind möglich)
Schutzkonzept
Unser Schutzkonzept – Für die Sicherheit und das Wohl der Kinder
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder hat in den Kindertageseinrichtung der kath. Kirchengemeinde St. Amandus höchste Priorität.
Daher haben die pädagogischen Fachkräfte, die Einrichtungsleitung, die Verbundleitung und der Träger zusätzlich zum institutionelles Schutzkonzept ein organisatorisches Schutzkonzept erstellt. Dieses ist fester Bestandteil unserer Konzeption und prägt unser pädagogisches Handeln in allen Bereichen.
Warum ein Schutzkonzept?
Ein organisatorisches Schutzkonzept in Kitas ist in Deutschland gesetzlich verankert und fester Bestandteil des Kinderschutzauftrags.
Folgende gesetzliche Vorgaben sind dafür maßgeblich:
- § 45 SGB VIII – Betriebserlaubnis für Einrichtungen
- § 8a SGB VIII – Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
- § 79a SGB VIII – Qualitätsentwicklung
- § 1 Abs. 3 Nr. 4 SGB VIII – Schutz des Kindeswohls
- Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG, 2012)
- UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK)
Das Schutzkonzept unseres Verbundes dient dem Ziel, Kinder zuverlässig vor Gefährdungen zu bewahren und ihnen einen sicheren Raum zum Aufwachsen zu bieten. Hintergrund sind unter anderem gesellschaftliche Entwicklungen, gesetzliche Vorgaben (s.o.) sowie die Verantwortung von Einrichtungen, präventiv und professionell mit dem Thema Kinderschutz umzugehen.
Durch klare Haltungen, transparente Regeln und ein achtsames Miteinander schaffen wir ein Umfeld, in dem die Rechte der Kinder geachtet und geschützt werden.
Unser Verständnis von Kinderschutz
Für uns bedeutet Kinderschutz, die körperliche, seelische und soziale Unversehrtheit der Kinder sicherzustellen. Dies umfasst sowohl den Schutz vor (sexualisierter)Gewalt, Übergriffen und Vernachlässigung als auch den Schutz ihrer persönlichen Rechte – wie das Recht auf Beteiligung, Selbstbestimmung, Individualität der Persönlichkeit, Privatsphäre und respektvollen Umgang.
Unsere Verfahrenswege
Um Kinderschutz verbindlich und nachvollziehbar zu leben, haben wir in unserern Einrichtungen klar definierte Verfahrenswege festgelegt. Dazu gehören unter anderem:
- Transparente Abläufe bei der Wahrnehmung von Anhaltspunkten für eine mögliche Kindeswohlgefährdung
- Eigenen Kinderschutzfachkräfte und zusätzlich Kooperation mit Fachberatungen und externen Stellen, wie der insoweit erfahrenen Fachkraft (ISEF)
- Regelmäßige Fortbildungen des Teams rund um Kinderschutz, Prävention und Schutzrechte
- Interne Leitlinien und Verhaltensregeln, die Orientierung und Professionalität sicherstellen
- Ein strukturiertes Beschwerde- und Beteiligungsverfahren für Kinder und Eltern
Diese Verfahrenswege sind im Alltag fest verankert und sorgen dafür, dass wir verantwortungsvoll, fachlich und im Sinne der Kinder handeln können.
Bildungsdokumentation
Mit Hilfe der Bildungsdokumentation erhalten die pädagogischen Fachkräfte wichtige Informationen zum Entwicklungsstand des Kindes. Sie ist u.a. Grundlage für das pädagogische Handeln, die Entwicklungsgespräche mit den Erziehungsberechtigten und die Entwicklungsberichte.
Wir dokumentieren die Entwicklung der Kinder zwei bis dreimal jährlich mit Hilfe des Salzburger Beobachtungskonzeptes (SBK). Dieses Beobachtungskonzept ist stärken- und ressourcenorientiert, gleichzeitig geht der Blick auf eventuelle Schwierigkeiten des Kindes nicht verloren. Mit diesem Beobachtungskonzept wird der Entwicklungsstand in zwölf Entwicklungsbereichen erfasst (Grobmotorik, Feinmotorik, Sozialverhalten, Sprache, kognitiver Bereich, emotionaler Bereich, Spielverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten, Wahrnehmungsbereich, Rhythmisch- musikalischer Bereich, Kreativität, Ich- Umwelt- Konzept). Grundlage für die Einschätzung in den Entwicklungsbereichen ist eine Entwicklungsmatrix. Außerdem werden auf dem SBK – Bogen weitere wichtige Informationen z.B. zu den Bezugspersonen/ Freunden, Interessen, Stärken und Schwierigkeiten des Kindes vermerkt.
Das Portfolio ist die Bildungsdokumentation mit dem Kind und für das Kind. Es besteht aus einem Ordner, welcher dem Kind jederzeit zur Verfügung steht. Dieser enthält z.B. Lerngeschichten, Fotos, Bilder und Dokumentationen wichtiger Ereignisse.
Mit Hilfe des BaSiK- Bogens (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen) wird zusätzlich der Entwicklungsbereich „Sprache“ in den Fokus genommen und differenziert dokumentiert.
Die Bildungsdokumentation setzt die schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten voraus.
Inklusion
Artikel 3 Grundgesetzt
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Inklusion bedeutet für uns: Eine Kita für alle, eine Kita in der Vielfalt erwünscht ist.
Eine Kita, in der unabhängig vom Alter, dem Geschlecht, der Religionszugehörigkeit, der sozialen Herkunft, dem Einkommen der Eltern, dem Aufenthaltsstatus, der kognitiven Leistungsfähigkeit, chronischen Erkrankungen und eben auch unabhängig von vorliegenden Behinderungen alle Kinder willkommen sind, ist Ausdruck einer diskriminierungsfreien, demokratischen Gesellschaft.
Im Rahmen der Inklusion steht jedes Kind, mit und ohne Behinderung, mit seiner Individualität, seinen Bedürfnissen und Stärken im Mittelpunkt. Kinder mit Behinderung und/ oder Entwicklungsverzögerung(en) erhalten bei uns eine, auf sie abgestimmte, Begleitung. Ziel der Unterstützung für Kinder mit (drohender) Behinderung ist es, die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe an allen Angeboten und am Alltag in der Kita wahrzunehmen. Außerdem wirken wir darauf hin, dass sie, so weit wie möglich, Selbstständigkeit erlangen.
Dies geschieht auf der Basis des Teilhabe- und Förderplanes, den unsere Fachkräfte für jedes Kind mit zusätzlichem Förderbedarf individuell erstellen und fortführen.
Grundvoraussetzung für das Stellen eines Antrages auf Inklusion ist die schriftliche Zustimmung beider Elternteile. Zusammen mit der Bescheinigung eines Arztes, der die vorliegende Entwicklungsverzögerung oder Behinderungsbilder diagnostiziert, einer pädagogischen Stellungnahme der Kita und ggf. Berichten von Therapeuten wird der Antrag beim Landesjugendamt gestellt. Mit Genehmigung des Antrages erhält eine Fachkraft Mehrstunden. Grundsätzlich richtet sich der Auftrag zur Inklusionsarbeit an alle Fachkräfte der Kita. Die Fachkraft für Inklusion berät und unterstützt sie. Außerdem begleitet sie das Kind und befindet sich kontinuierlich in einem engen Austausch mit den Eltern und Therapeuten des Kindes. Dieser Austausch ist u.a. deshalb so wichtig, da fortlaufend therapeutische und pädagogische Inhalte aufeinander abgestimmt werden müssen. Die Unterstützungsmaßnahmen für das Kind orientieren sich an seinem Bedarf und sind sehr individuell. Sie reichen von einer Begleitung im Gruppenalltag bis hin zur Kleingruppen- oder Einzelarbeit. Als zusätzliche Räume stehen hierfür die Nebenräume der Gruppen, die Turnhalle und unser Außengelände zur Verfügung.
Auf folgendes möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich hinweisen:
Alle Daten und Informationen unterliegen der Schweigepflicht. Sie werden nicht an Dritte weitergetragen, es sei denn die Eltern erteilen uns das schriftliche Einverständnis. Es werden bei Einschulung des Kindes keine Informationen an die Schule übermittelt.
Eingewöhnungskonzept
Die Eingewöhnung in die KiTa ist eine sehr sensible und intensive Zeit. Neben dem Beziehungsaufbau zu den Erziehern/innen spielt auch das Kennenlernen der neunen Umgebung eine wichtige Rolle. Bei der Eingewöhnung orientieren wir uns am Berliner Eingewöhnungsmodell. Dieses beinhaltet die schrittweise Eingewöhnung. Das Kind wird hierbei von einer vertrauten Bezugsperson (Eltern, Großeltern, Tagesmutter) begleitet. Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich nach dem Kind und ist somit individuell sehr verschieden. Je jünger die Kinder sind desto länger kann diese Zeit dauern, in der Regel aber nicht mehr drei bis vier Wochen.
Das Jahr vor der Einschulung
Das letzte Jahr vor der Einschulung ist für viele Kinder ein ganz besonderes Jahr, in welchem sie sich intensiv auf die Schule vorbereiten. Als unsere „Großen“ sammeln sie in ihrer neuen Rolle viel Selbstvertrauen. Die Vorschularbeit findet gruppenübergreifend statt. Im Laufe des Jahres werden den Kindern in Projektform verschiedene Themen angeboten (z.B. „Wir sind die Großen“, „Licht + Feuer“, „Weltraum“, „Verkehrserziehung“, „Tiere auf dem Bauernhof“). Zur Bearbeitung dieser Themen gehören z.B. auch Besuche bei der Feuerwehr, der Polizei oder der Sternwarte in Recklinghausen. Bei der Erarbeitung der Themen steht auch das Erlernen folgender Fähigkeiten im Vordergrund: Zusammenarbeit in der Gruppe – sich in der Gruppe angemessen einbringen – Rücksicht nehmen, sich auf unbekanntere Fachkräfte einlassen, Arbeitsaufträge erfüllen, still sitzen, zuhören, nicht dazwischen reden, warten bis man an der Reihe ist, sich konzentrieren und die Vorschulkinder der anderen Gruppen kennenlernen. Gesponsort durch unseren Förderverein bieten wir im Frühjahr vor dem Schuleintritt außerdem ein Selbstbehauptungstraining und einen Erste- Hilfe- Kurs für Kinder an.